Es ist einfach eine neue Erfahrung

Im Vergleich zum letzten Jahr ließ die Gamescom dieses Jahr etwas zu wünschen übrig.

Es war immernoch ein großes Getümmel und lange Warteschlangen aber im Gegensatz zum letzten Jahr war, meiner Meinung nach, einfach weniger los. Kann auch sein dass mir das nur so vorkam, da es dieses Jahr kaum Stände gab die mein Interesse weckten. Das CosplayVillage war wesentlich kleiner und es gab deutlich weniger Cosplayer, was sehr schade war.

Natürlich hab ich nicht nur negative Sachen zu berichten.

Könnte jetzt nach einem Cliché klingen aber dieses Jahr gab es mehr Verkaufsstände. Es gab auch wesentlich mehr Essensstände und auch mehr Sitzgelegenheiten. Außer der Cartbahn von letztem Jahr gab es dieses Jahr auch eine größere Skateboardlandschaft, Tischfußball mit Menschen statt Figuren an den Stangen, Lasertec auf Zielscheiben und Lasertec PvP.

Neu, dieses Jahr, waren auch die Dogtags. Neben Gamescom T-Shirts und ähnlichem gab es dieses Jahr auch Dogtags, die man sich als Andenken kaufen konnte.

gameplayAlles in Allem war die Gamescom mal wieder richtig schön. Trotz des Getummels und den Warteschlangen ist die Gamescom doch sehr zu empfehlen. Es ist einfach eine neue Erfahrung, man lernt nette Menschen kennen, die oft gemeinsame Hobbys teilen, man kann meist neue Konsolen und Spiele ausprobieren und man hat Spaß mit seinen Freunden oder den Leuten auf der Gamescom.

(Daniela, 18 Jahre)

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Cospaly auf der Gamescom

Auch dieses Jahr waren auf der Gamescom wieder viele Cosplayer unterwegs, darunter auch mein Bruder und ich, wir selbst waren als zwei Charaktere aus Bleach verkleidet und haben die Gamescom an diesem Tag völlig anders als am darauffolgenden Tag (an welchem wir nicht gecosplayed hatten erlebt). m_k

Was wohl als wichtigstes zu nennen ist, war der Bekanntheitsgrad, den wir unter den anderen Besuchern hatten, wir wurden wirklich an jeder Ecke irgendwie angesprochen, ob man nicht ein Foto von oder mit uns machen könne, es war schon ein besonderes Gefühl, allerdings war es teilweise auch wirklich stressig. Einmal suchten wir den Rest unserer Gruppe und haben eine viertel Stunde für gerade einmal 15 Meter Weg gebraucht, dies könnte daran gelegen haben, dass wir für 8 Personen posieren sollten und, nicht als sei das schon genug, wurden wir dann auch noch auf ein Interview angesprochen. Wir haben auch ein Interview mit einem quirligen Youtuber aus England namens „Huber“ gemacht, für den wir am Schluss sogar noch „Hello Youtube“ in seine Videokamera sprechen sollten. Im Endeffekt hatten wir ca. 60 Fotos, 5 Interviews und 3 Showkämpfe (unter anderem für das Fernsehen) vorzuweisen.

Andererseits gab es auch Momente in denen wir die Cosplaykultur im stillen genießen konnten, so wurde auf der Gamescom 2013 eigens ein „Cosplay Village“ eingerichtet in welches sich zahlreiche Cosplayer einfanden und sich freudig über ihre Hobbys wie beispielsweise Zeichnen austauschten.

lol_cosplayEin besonderes Augenmerk gilt allerdings noch den wirklich imposant gemachten Cosplays, welche wirkliche Spielcharaktere aus „League of Legends“ oder „World of Warcraft“ darstellten. Diese hatten sich enorme Rüstungen aus Pappmaschee und anderen Materialen gebastelt und manche Rüstungen sahen wirklich sehr realistisch aus. Für Cosplayer dieser Art gab es sogar zahlreiche  Wettbewerbe beispielsweise von LG, die einen Flachbildfernseher unter den besten Cosplayern verlosten.

Insgesamt wurde die Cosplaykultur also auch auf der Gamescom 2013 fleißig betrieben und es hat sehr Spaß gemacht diesem einmaligen Erlebnis unterschiedlichster Charaktere, Formen und Farben beizuwohnen.

(Kilian)

Interaktiv Erfahrbares auf der Gamescom

Die Gamescom zieht als eine der größten Messen im Bereich Videospiele jährlich mehr als 100.000 Besucher in ihren Bann, dieses Jahr konnten neben zahlreichen Neuheiten auch viele interaktive Spielangebote genutzt werden.

xboxSo hat X-Box beispielsweise mit der neuen X-Box-One und dem virtual-fight Spiel „Fighter Within“ für ein besonderes Kleinod gesorgt. Der Stand war relativ klein gehalten und wurde auch nur von einer kleinen Warteschlange besetzt, das Spiel jedoch bot realistische Kampfanimationen, in einem eigens dafür hergerichteten kleinen Raum. Die Bewegungen der Spieler wurden in Echtzeit von einer infrarot Kamera des Xbox Kinect, welche am oberen Rand des Bildschirmes angebracht war, gefilmt. Die Bewegungen waren recht flüssig, wenngleich manche der vorgegebenen Bewegungen nicht immer korrekt erfasst werden konnten. Insgesamt war es jedoch ein sehr zu empfehlender Stand.

Ein weiteres Highlight befand sich in Halle 10.1 und zwar das Lasertag zur Promotion von „Ender’s Game“. Die Schlage war konstant sehr gefüllt, was dem Spielgenuss einen leicht bitteren Beigeschmack gab. Doch nach mehreren Stunden warten konnte man sich endlich über Facebook eintragen. Dieses Log-In Verfahren hatte zwar gewisse Nachteile brachte aber auch gute Vorzüge mit sich. Das größte Manko ist wohl, der zwang sich mithilfe seines Facebook Accounts zu autorisieren, einerseits hat nicht jeder Facebook und andererseits ist es sicherlich auch nicht jedem genehm, dass so Werbung über sein Profil verbreitet wird, soviel zum Kontra. Positiv hervorheben lässt sich allerdings, dass es das Spiel in eine ganz andere Atmosphäre setzte. In einem Vorbereitungsraum waren die Teams auf einem Bildschirm über ihre Facebook Accounts abgebildet, was schon ein gewisses Zusammengehörigkeitsgefühl ausmachte, darüber hinaus wurde man sofort noch der Besprechung wie ins kalte Wasser geworfen und stand sofort dem Gegnerischen Team in einer Arena für 5 Minuten gegenüber. Trotz der langen Wartezeit war dies eine der besten Attraktionen.

Als Fazit lässt sich also ziehen, dass die Gamescom 2013 abgesehen von den üblichen Konsolenspielen auch ein paar interaktive Highlights zu bieten hatte.

(Melvin)

Man verpasst etwas in seinem Leben

Dieses Jahr war das aller erste mal das ich Live auf der Gamescom war und dementsprechend aufgeregt war ich auch. Obwohl ich schon seit einigen Wochen wusste das ich dabei sein werde, besorgte ich die Kleidung für mein Cosplay auf den letzten Drücker.

Der Tag ist gekommen und die Fahrt geht los. Ich stehe schon um 03:00uhr auf um mich fertig zu machen und den Zug rechtzeitig zu erwischen. Da leider um 04:00uhr morgens auch keine Busse fahren war ich auf ein Taxi angewiesen. Nach knapp 1Stunde und 40Minuten habe ich unseren Gemeinsamen Treffpunkt in Gießen erreicht von dem aus wir mit dem Auto unsere Fahrt weiter nach Köln aufnehmen.

Nach einer gefühlten Ewigkeit kommen wir auf der Gamescom an und ich muss sagen schon der erste Eindruck ist überwältigend.
gc_fb_tagGroße Menschenmassen die von überall her zu kommen scheinen drängen sich an die Schalter um noch eine Eintrittskarte zu ergattern.

Nachdem uns Michael eine kurze Einweisung gegeben hatte, zogen wir auch direkt los.

Man sah Massenweise Skurrile und auch sehr Detailgetreue Figuren herumlaufen die bestimmt in ihrem „normalen“ Alltag niemals diese Geräusche oder Gesten machen würden.
Wenn man von den alltäglichen Besuchern absieht fühlt man sich fast wie in einer Traumwelt in der einfach alles und jeder so angezogen, Geschminkt und sich verhält wie er möchte.

Die erste Raumhalle durch die wir gingen war (für meinen Geschmack) weniger Interessant. Man sah überall Jugendliche und Erwachsene vor Konsolen oder Computern rumhängen um die neuesten Spiele an zu testen. (Ich meine Ok, es heißt ja schließlich GAMEScom… aber vor dem PC abhängen kann ich auch daheim. 😉 )

Ein paar Stände hatten auch wirklich sehr alte Konsolen auf gebaut wie Amiga und Nintendo, was mich ehrlich gesagt mehr faszinierte als diese 3D Shooter bei denen man mittlerweile keinen Überblick mehr hat weil man gefühlte 1000 Knöpfe bedienen muss um eine „Kombination“ aus angriffen durch zu führen.

Nachdem wir also durch die gesamte Halle gelaufen waren ging es weiter in die nächste Halle.

MerchandisingEin Paradies für Souvenir-Jäger, hier gab es so ziemlich alles als Miniaturausgabe von Games oder Anime`s zu kaufen was man sich nur denken konnte. Meine Freundin stürzte sich direkt auf einen Stand bei dem man kleine Katzenfiguren als Schlüsselanhänger kaufen konnte. Da es für mich schon wie gesagt das aller erste mal hier auf der Gamescom war, fühlte ich mich ein wenig überfordert von den Menschenmassen, den vielen vielen Ständen und den Angeboten die man hier bekam. Nachdem wir auch diese Halle hinter uns gelassen hatten kamen wir zur „Cosplay Area“. (ich glaube so nannte man das).

Hier waren so ziemlich alle Cosplay versammelt und es gab fast keine Figur nicht zu sehen.

Was mich leider etwas enttäuschte war, das meine Freundin mit erzählte das es wohl letztes Jahr um einiges mehr gab. (In Beziehung auf Cosplay und Gewinne bezogen).

Das einzige was ich dort einmal als „Highlight“ nutzte war Lasertag. Die Wartezeit betrug ungefähr 40Minuten (gefühlte 2Stunden) aber trotz der Tatsache das dann das eigentliche Spiel weniger als 5Minuten dauerte, würde ich die Wartezeit immer wieder in kauf nehmen.

Alles in allem muss ich sagen für mein erstes mal Gamescom war ich ziemlich Begeistert und habe mir auch ein Andenken dort gekauft. (So eine Hundeplakette mit Namen, Halskette und Gamescomlogo darauf. – Bei dem übrigens auch die Wartezeit 1 ½ stunden Betrug.)

Wenn man mich fragt ob ich wieder hin gehen möchte/werde dann lautet die Antwort definitiv ja.

Nur das meine Schuhe das nächstes mal definitiv bequemer sein müssen. Ich hatte nach 9Stunden wirklich Schmerzen in den Füßen und mein Großer Fußzeh am rechten Fuß war für über 1Tag taub.

Mein Fazit: Gamescom wirklich sehenswert und  wenn man nicht wenigstens einmal dort gewesen ist.

(Michael, 28 Jahre)

Der Lasertag

Es gibt wohl viel, worüber ich im Bezug auf die Gamescom schreiben könnte, denn in den Stunden, die wir dort waren, haben wir wirklich viel erlebt, doch nur eines von all den Dingen dort wird mich wahrscheinlich noch jahrelang begleiten.

Das Lasertag, oder viel mehr, die Leute die wir dabei kennen gelernt haben.

Bei dem Spiel sind immer zwei Dreier-Gruppen gegeneinander angetreten, insgesamt also sechs Leute. Michi und ich waren die einzigen zwei aus unserer Gruppe, die spielen wollten und nachdem wir uns in die Schlange gestellt hatten und uns gerade darauf vorbereiteten, eine ganze Weile dort anzustehen und uns zu langweilen, wurde von vorne durchgesagt, dass immer zu sechst gespielt wird, was wir vorher noch nicht wussten.

Jedoch hatten wir noch nicht einmal Zeit, uns darüber Gedanken zu machen, was wir denn dann machen, da wir ja nur zu zweit waren, als jemand aus der Vierer-Gruppe vor uns sich umdrehte uns angrinste und dann meinte, wir wären dann eben seine neue Gruppe.

Das war Willi.

Er stellte sich uns vor und erriet ziemlich schnell, wen wir mit unseren Kostümen darstellen wollten, da er beide Serien kannte und er selbst ebenfalls Cosplayer war. Wir haben dann ziemlich schnell fest gestellt, dass man sich mit Willi einfach hervorragend unterhalten kann und so wechselte das Thema von unseren Kostümen und dem kommenden Lasertagspiel schnell zu unserer Arbeit, wo wir wohnen und auf welchen Cons und Festivals wir schon gewesen wären.

Außerdem stellte er uns seine drei Freunde vor, die alle ebenso nett waren wie Willi und als er dann auch noch die Leute kannte, die hinter uns waren, standen wir ziemlich schnell in einem Kreis (wobei es mehr ein Oval war) und haben die verschiedensten Themen diskutiert.

Die Stunde die wir in der Schlange standen, verging wie im Flug und letztenendes haben wir dann auch ein glorreiches Unentschieden im Lasertag erreicht.

Nach dem Spiel hat Willi sich dann entschlossen, sich von seinen Freunden zu verabschieden und eine Weile mit uns über die Gamescom zu laufen, worauf hin die anderen aus unserer Gruppe ihn ebenfalls kennen lernen konnten.cosplay

Was Willi vielleicht auszeichnet ist nicht einfach nur die Tatsache, dass man sich super mit ihm unterhalten kann und er unglaublich hilfsbereit und freundlich ist, sondern, dass er zudem fast jeden  Cosplayer auf der gesamten Gamescom zu kennen schien. Überall wo wir hin gingen kannte er jemanden, hat uns Newbies jemandem vorgestellt und so konnten wir eine Menge anderer Leute, wie Anna, deren E-Mail Adresse bei mir auf dem Schreibtisch liegt, kennen lernen.

Willi kannte sich aus, wusste, wo wir was finden, hat Tina bei der Suche nach einem Mitbringsel für ihre Schwester geholfen und ein lustiges Gummibärchen geschenkt.

Später, als wir dann schließlich neben der Bühne in Halle 10 saßen, hat er sich für uns nach anderen Cosplayern aus unserem Fandom erkundigt und wir saßen über zwei Stunden mit ihm zusammen und haben uns unterhalten.

Irgendwann musste er dann aber doch gehen, weil er sich mit seinen Freunden treffen wollte, hat vorher aber noch sein Notizbuch heraus geholt, in dem wir alle unsere Kontaktdaten vermerkt haben und zudem hat er noch Zettel mit seinen Daten für uns geschrieben, damit wir uns auf jeden Fall erreichen können.

Eben diesen Zettel hab ich dann auch am Sonntag Morgen vor mir liegen gehabt, als ich am Computer saß und eine E-Mail an ihn geschrieben habe.

Mittlerweile sind wir auf Skype umgestiegen, tauschen fast täglich Nachrichten aus und sind schon am planen, im Oktober zusammen auf eine Con zu fahren. Zumindest ich hab in Willi also einen guten Freund gefunden, der mir hoffentlich noch lange erhalten bleibt und durch ihn neue Leute kennen gelernt, mit denen ich mich ebenfalls gut verstehe und die ebenfalls zu Freunden werden könnten. Er hat sozusagen eine Tür für uns Neulinge geöffnet und dafür gesorgt, dass ich mich als Anfängerin in Sachen Cosplay wohl und gut aufgenommen fühle.

Und genau das macht das Lasertag, oder viel mehr das anstehen in der Schlange, für mich zu dem wichtigsten Ereignis des Tages.

(Sandra, 19 Jahre)

Interview: Der aller erste Besuch der GamesCom

Reporter: “Hallo, ich heiße Christina und habe vor mich heute mit Sandra zu unterhalten. Sie ist das erste mal bei der Gamescom dieses Jahr dabei gewesen und ich werde ihr diesbezüglich einige Fragen stellen. Also Sandra, wie ich sehe cosplaysed du, wen stellst du denn dar?“

Sandra: „Ich stelle Dänemark von Axis Power Hetalia (APH) dar.“

R: „Was ist denn Hetalia genau? Gibt es  davon ein Spiel, wenn ja wie heißt es denn?“

S: „ Hetalia ist ein Manga von Hidekazu Himaruya. Um genau zu sein gibt es zwei Spiele: 1. HetaOni und 2. RomaHeta. Gespielt habe ich jedoch keines von beiden.“

R: „Sind die Spiele bekannt oder eher nicht? Kann man sie denn in den deutschen Läden kaufen?“

S: „Eher unbekannt, da sie eigentlich hauptsächlich von Fans der Serie gespielt werden und nur auf Japanisch zu erhalten sind, wobei ich glaube mittlerweile gibt es die auch schon auf Englisch, aber sicher bin ich mir da nicht. In Deutschland sind sie auf jeden Fall nicht erhältlich und da es Spiele sind, die von Fans programmiert wurden und die frei im Internet erhältlich sind, gibt es sie sowieso nicht in Läden.“

R:Ich sehe, du kennst dich mit Hetalia gut aus. Bevor wir zum eigentlichen Thema dieses Interviews kommen, würde ich gerne von dir wissen, wieso du diese Reihe magst und wieso du Dänemark cosplaysed.“

Sandra

S: „Also Ich mag Hetalia, einfach weil ich es mag, weil das Fandom toll ist und es Spaß macht, das zu lesen und Dänemark cosplaye ich, weil die Figur vom Charakter her zu mir passt und ich das Cosplay auch äußerlich hinkriegen kann.“

R: „Vielen Dank für deine ehrliche Antwort. So und jetzt mal ein Sprung zu der eigentlichen Thematik: Ich habe gehört du bist das erste Mal dabei gewesen? Wie bist du denn überhaupt dazu gekommen?“

S: „Ja bin ich. Ich bin dazu gekommen, weil Freunde herfahren und ich schon immer mal cosplayen wollte und man das hier machen kann, also hab ich mich angeschlossen.“

R: „Was hast du dir denn von der GamesCom so erhofft? Hattest du dir schon vorher herausgesucht was du gerne machen würdest oder kam das alles eher spontan?“

S: „Hmm, hatte mir eigentlich erhofft einen Haufen Cosplayer zu treffen, was zumindest teilweise in Erfüllung gegangen ist, auch wenn leider keine Hetaliacosplayer da waren, hab ich doch interessante Leute getroffen und ausgesucht hatte ich mir nichts. Das war mehr so nach dem Motto, einfach mal dahin gehen und da wird schon was cooles sein.“

R: „Wo warst du denn am häufigsten und warum?“

S: „Am häufigsten war ich im Cosplay Village, weil dort die Chancen, Cosplayer zu treffen am höchsten sind und hinten in Halle 7 -müsste es gewesen sein- bei den Manga- und Animeständen, weil man da tolle Sachen gekriegt hat und auch coole Leute treffen konnte. Oben in halle 10 war ich auch öfters, weil es da was zu essen und Lasertag gab.“

R: „ Hattest du dich auch mal bei den Spielen so umgesehen? Wie war denn generell so die Atmosphäre dort?“

S: „Hmm wir waren kurz bei den Spielen, aber es war ziemlich voll und dicht gedrängt und einfach zu voll für mich. Von der Atmosphäre her hing es zwar recht stark davon ab, wo man gerade war, aber insgesamt war es eigentlich echt gut gelaunt und entspannt.“

R: „Könntest du dir vorstellen, dass man das mit den vollen Hallen und den langen Schlangen irgendwie ändern könnte? Wenn ja wie und wenn nein, wieso nicht?“

S: „Nicht wirklich, da man die Zeit, die die Leute an den Spiele verbringen nicht noch weiter kürzen kann, sonst hätten sie gar nichts mehr davon und lange Schlangen bedeuten nun mal volle Hallen. Von daher kann man das nicht wirklich ändern. Muss dann halt jeder selbst wissen, ob er sich da anstellt oder rein quetscht oder lieber in eine andere Halle geht, wobei es für mich auch ein wenig ungünstig war, da ich eine selbst gebastelte, ziemlich instabile Waffe mit mir herum getragen habe und die etwas größer war, was das Gedränge zusätzlich schwierig gemacht hat.“

R: „ Hast du dir ein Souvenir von der GamesCom gekauft? Oder irgendetwas, was dich an die Zeit dort erinnert? Wenn ja wieso?“

S: „Hmm drei Schlüßelanhänge rmit Hetaliafiguren und einfach so, weil ich die Serie mag und die Figuren einfach goldig waren. Deswegen hab ich sie gekauft.“

R: „Was hat dir denn eigentlich am meisten gefallen an diesem Ausflug? Die Leute? Einfach dabei zu sein?“

S: „Die Leute. Ganz eindeutig.“

R: „Sonst noch was? Und wieso denn die Leute?“

S: „Hmm, fällt mir momentan nichts ein. Na ja, weil die Leute nett waren und ich es mag, neue Leute kennen zu lernen.“

R: „Wie denkst du lernt man auf der GamesCom am besten neue Leute kenne? Hast du da eventuell selbst eine Strategie oder hast du interessante Wege gesehen neue Leute kennen zu lernen?

S: „Einfach ansprechen würde ich sagen, wobei man es auch wie andere machen und sich ein hugh-me shild umhängen kann. Aber da lernt man sie meistens nicht richtig kennen…. Am besten einfach die Leute anquatschen, die vor oder hinter einem in der Schlange stehen.“

R: „Da hat man ja wenigstens genug Zeit sich zu unterhalten. Also wie denkst du war die die Organisation der GamesCom? War es eher chaotisch oder nicht? Gibt es Sachen die du bemängelst, außer den Dingen, die oben schon angesprochen wurden?“

S: „Nicht wirklich. Die Preise fürs Essen waren hoch, aber das ist ja normal und es war auch gut klimatisiert.“

R: „Hattest du im Voraus irgendwelche Befürchtungen, haben sich davon eventuell welche bestätigt?“

S: „Ich hatte Angst, dass ich in meinem Kostüm einen Hitzekoller kriege und mich teilweise ausziehen muss, was aber glücklicherweise nicht so war und ich hatte Angst, dass meine Waffe kaputt geht, da sie sehr instabil war aber sie hat sich als stabiler herausgestellt als erwartet.“

R: „Würdest du noch mal hingehen wollen und würdest du auch anderen Leuten empfehlen hinzugehen? Wäre die GamesCom auch etwas für Leute die jetzt nicht ganz so viel mit Spielen zu tun haben?“

S: „Ja, ich werde nächstes Jahr vielleicht wieder gehen und klar, wenn jemand drüber nachdenkt sollte er mal hingehen und sich selbst ein Bild machen, auch wenn er vielleicht nicht so viel mit Spielen zu tun hat. Nur zumindest irgendwas, was in die Richtung geht, sollte er mögen.“

R: „ Sehr aufschlussreich. Ich bedanke mich ganz herzlich bei dir. Hast du noch irgendwelche letzten Worte an die Leser? Irgendwelche Ratschläge?“

S: „Nein, nicht wirklich :)“

R: „Dann noch mal vielen Dank für deine Zeit und ich hoffe es war auch interessant für die Leser, welche sich eventuell ein Bild von der GamesCom machen konnten, wenn sie selbst noch nicht da waren. Vielleicht sieht man sich ja mal auf der GamesCom :)“

(Christina, 19 Jahre)

Nie war ich so enttäuscht

Diese Jahr feierte die GamesCom ihren fünften Geburtstag. Ohne es wirklich zu merken, sind fünf Jahre vergangen, in denen ich Jahr für Jahr die GamesCom besucht habe. Ein grünes Bändchen, zwei blaue und zwei rote kann ich mein nennen.

Diese GamesCom war wohl bis jetzt die größte, meist besuchteste und meine Meinung nach die nasseste. Nach der Hitze letzten Jahres regnete es dieses Jahr in Strömen. Und während es wie aus Eimern schüttete tummelten sich etwa 10.000 Menschen mehr auf der GC, als sie es im Vorjahr waren.
Seit fünf Jahren gehe ich nun auf die größte Spielemesse Europas, doch noch nie war ich so lange dort und noch nie war ich so enttäuscht.
Ganze elf Stunden wanderte ich auf der Suche nach guten Spielen und Unterhalten herum. Manche Stände schienen sich auf schier wahnsinnige Größe aufgeplustert zu haben, andere schwanden ganz. Auf riesigen Bildschirmen, so groß wie noch nie, flackerten und zuckten die Trailer, so strahlend hell, dass man sie kaum betrachten konnte. Besonders beeindruckte mich Call of Duty Ghosts. Mehrere Minuten raste ein Countdown der 0 entgegen, während falsche Nachrichtenausstrahlungen und Aufforderungen zur Evakuation immer wieder von einem „Connection failed“ unterbrochen wurden. Fiebernd wartete ich, was wohl passieren würde, wenn die Zeit abgelaufen ist? Kurz war ich enttäuscht, denn der Bildschirm wurde nur schwarz, doch dann schoss eine Feuersäule neben mir in die Höhe und Bilder aus dem Spiel waren zu sehen. Nicht das, was ich erwarte hatte, aber trotzdem beeindruckend.cod
Dieses Jahr ist wohl das erste Jahr, in dem so wenige Spiele anspielen konnte. Überall waren Absperrbänder und kontrollierte Warteschlangen, fast nirgends konnte man sofort an die Spiele. Leider war mir keines der Spiele wert, mich für mehr als zehn Minuten anzustellen – schließlich wollte ich alles von der Messe sehen, und das ist in elf Stunden kaum möglich, da man nach einer Weile erschöpft zusammenbricht und eine kurze Pause braucht.
 
Sims 4 werde ich mir sowieso kaufen, sobald es auf den Markt kommt, das ist quasi sims4schon Tradition bei mir zu Hause. Sims 2 haben wir direkt in der Woche, in der es veröffentlicht wurde gekauft, ebenso Sims 3. Lisa und Josi, eine von beiden wird sich auf Assasin’s Creed 4 stürzen und wir werden es zusammen zocken. Call of Duty und Battlefield sind sowieso nicht meins. Zu den anderen größer aufgezogenen Spielen – nun ja, ich habe zuvor schon Berichte über diese gelesen oder ich werde sie noch in irgendeiner Computerspielezeitschrift lesen.
Nicht einmal die Chance einem ordentlich über die Schulter schauen zu können war gegeben. Die Absperrbänder hinderten mich daran, und wenn man doch einem Blick erhaschen konnte, war man meist so weit entfernt von den Bildschirmen, dass masn kaum etwas erkennen konnte. Klar hatten mich die Menschen, zu denen ich mich die letzten Jahre gestellt hatte etwas blöd angeschaut – schließlich stand eine schräg kostümierte gestalt plötzlich neben ihnen und starrte wir irre auf den Bildschirm – aber das machte irgendwie auch den Charme dieser Spielemesse aus. Menschen, die ohne Vorurteile zusammen finden und Computerspiele genießen. Menschen, die sich vorher noch nie gesehen haben, aber sich ohne Worte verstehen, weil sie ein gemeinsames Medium gefunden haben, das sie verbindet.
Dies habe ich leider nur einmal auf dieser GamesCom verspürt – das war bei den Retrospielen. Ein Spiel war für vier Personen ausgelegt. Lisa, Josi, Leon und ich spielten es für einen Moment, dann ging Lisa – sie wollte unbedingt eine personalisierte Cola haben. Ein junger Mann beobachtete das Spiel, uns und meinen verzweifelten Versuch zwei Charaktere gleichzeitig zu steuern. Mit einem „Magts du übernehmen?“ war alles geregelt und er stellte sich zu uns und kloppte sich mit uns – und ohne weitere Worte – durch die Massen an Monstern. Das ist es, was für mich die GamerGemeinschaft ausmacht. Das ist für mich immer noch vorhanden, aber nicht ganz so sehr wie vorher. Kurzum: mich haben die Absperrbänder so sehr gestört wie noch nie. Sie haben sich vermehrt und verbreitet wie die Karnickel.
Vor der GamesCom habe ich mir schon einige Spiele ausgesucht, die ich mir gerne ansehen wollte – leider konnte ich mir diese nicht anschauen. Sofern ich in der Zukunft noch einmal an sie denke werde ich sie mir vielleicht kaufen und sie spielen, denn im Grunde klangen die Testberichte wirklich interessant. Sehr schade. Da werde ich mich wohl gedulden müssen.
Auch schienen die kleinen Stände, die sowieso schon klein waren und an den Seiten standen etweder komplett verschwunden zu sein, oder sie wurden in eine andere Halle verscheucht. Und dieses Jahr ist das erste, in dem ich ohne einen einzigen Flyer die Messe verlassen habe. Sonst lagen bei jedem Spiel Flyer von diesem oder Menschen verteilten sie vor ihren Ständen. Dieses Jahr schien das Personal nur aufzupassen, wer aus der Warteschlange nun ans Spiel dürfe. Liegt das ganze vielleicht daran, dass eben diese 10.000 Menschen mehr auf der GamesCom waren? Die Messe scheint immer beliebter zu werden. Vielleicht sollten sich die Veranstalter überlegen, was sie mit den Gamermassen anstellen sollen. Nächstes Jahr könnten noch mehr die GC besuchen wollen. Wäre es nicht wirklich schade, wenn denen der Zutritt verwährt werden würde oder wenn sich die Hallen noch mehr füllen würden als jetzt und jegliche Chance irgendein Spiel anzuspielen noch weiter schwinden würden? Würden sich dann nicht nur die Absperrbänder sondern auch die Schilder mit „Ab hier 500 Minuten Wartezeit“ vermehren?
Desweiteren ist es das dritte Jahr, in dem ich gecosplayed habe. Cosplay kommt aus Japan, doch der Begriff ist ganz streng genommen ein englischer. Costume play – quasi Kostümspiel auf Deutsch. Man verkleidet sich als Charakter aus einem Computerspiel, einer Serie, einem Film, einem Comic oder einem Buch. Es gibt etliche Möglichkeiten, und die Gemeinschaft der Cosplayer versteht sich ähnlich gut wie Gamer. Man hat ein gemeinsames Thema, die meisten umarmen einfach sofort und man fühlt sich verstanden. Cosplayer unterstützen sich auch gegenseitig. Sei es jemand, der etwas braucht oder nur nach dem Weg fragt. Auf einer Raststätte kurz vor Köln hielten wir für e_j_cosplayetwa zehn Minuten. In der Zeit kam eine junge Frau in einem Cosplay auf uns zu und fragte uns, ob wir Haarnadeln hätten, die wir ihr geben könnten. Hatten wir leider nicht, aber ich glaube nicht, dass sie einfach normale fremde Personen hätte so ansprechen können. Ebenso auf der Frauentoillete. Ein Mädchen zog sich ihre Perücke ab und fragte mich, ob ich Abschminktücher hätte. Zu dem Zeitpunkt war ich die einzige cosplayende Person, die anderen waren normale Besucher. Und nicht nur Cosplayer trauen sich eher, einen anderen Cosplayer um Hilfe zu bitten. Vielleicht liegt es daran, dass wir in unseren Verkleidungen so von der Masse abheben.
Seit letztem Jahr gibt es bei der GamesCom das sogenannte Cosplay Village – die Veranstalter haben wohl gesehen, dass sich immer mehr Cosplayer in den Hallen der Kölnmesse einfinden. Es ist schön, so auf zwei Arten akzeptiert zu werden. Einmal als Cosplayer aber auch als Gamer. Viele finden kein Verständnis für beides. Es ist wirklich kompliziert, jemandem, dem ebendieses Verständnis fehlt, zu erklären, was den Reiz beider ausmacht. Dann wird man schnell blöd angestarrt und als Außenseiter ohne Freunde abgestempelt. Auch wenn man das nicht ist. Schließlich kommen jedes Jahr hunderttausende an Menschen nach Köln, um ganz nach dem Motto der GamesCom „Celebrate the Games!“ die Spiele zu feiern. Fünf Jahre bin ich nun schon ein Teil dieser hunderttausend Menschen, und ich werde es weiterhin mit Freude die nächsten Jahre auch sein.
 
Trotz aller Wiedrigkeiten und meinem ganzen Gemeckere habe ich viele tolle Stunden auf der GamesCom verbracht, habe neue Spiele entdeckt, die ich mir ansehen und vielleicht auch zocken werde und bin nicht ganz ohne jegliches Mitbringsel heim gefahren. Ich kann nun ein T-Shirt mein nennen, auch wenn ich zu spät dran war, um mir einen Namen auf den Rücken drucken zu lassen (etwas, das es in diesem Jahr das erste Mal gab) – das wären mindestens zwei Stunden Wartezeit gewesen, und wie man merkt, komme ich mit Wartezeiten nicht allzu gut klar. Ich bin schon gespannt, was mich nächstes Jahr erwartet. Nicht nur, welche Spiele ich zu sehen bekomme, sondern welche kreativen Ideen die casemoddingMeister des Casemoddings bei der CaseModMeisterschaft haben werden, was sich die Veranstalter für das Cosplayvillage einfallen lassen werden und auch auf die wunderbare Gemeinschaft der Gamer und Cosplayer.   
 
(Eli, 19 Jahre)